Ich fürchte mich nicht

Ich fürchte mich nicht

Autor: Tahereh Mafi

Klappentext: „Du darfst mich nicht anfassen“, flüstere ich. Bitte fass mich an, möchte ich in Wahrheit sagen. Aber wenn man mich anfasst, geschieht Seltsames. Schlimmes. Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. Für ihre Liebe. Und für den Zauber der Berührung …

Cover: Das Cover ist ein Eyecatcher, zuerst sieht man Juliette in ihrem satt-blauem Kleid und den orangen Haaren, dann  fällt einem ihre Körperhaltung auf, wie sie mit nach hinten gekipptem Oberkörper scheinbar in der Luft hängt, da ihr Kleid in Rauch endet. Es sieht für mich so aus als würde sie etwas von ,,Oben“ empfangen oder erwarten, doch es lässt auch viel Raum für andere Interpretationen. Im Hintergrund vor Trockenheit und Mangel zerborstener Boden, und am Horizont ein graue Stadt, auf welche sie aber keinen größeren Bezug zu haben scheint. Eins der besten Cover, das ich bis jetzt gesehen habe!

 Schreibstil: Ich habe mich in den Schreibstil von Tahereh Mai schon nach einer halben Seite verloren. Sie lässt einen so real an Juliettes Einsamkeit und ihrer zerstörten Selbstwahrnehmung teilnehmen, spielt mit den Worten, und verleiht ihnen eine fantastisch ,,schwere“ Bedeutung. Ich hatte das Gefühl das erste Buch aus Ich-Perspektive in der Hand zu haben, das mir einen wahren Einblick in eine Seele eines Menschen gegeben hat, und schon nach wenigen Kapitel war es so, als würde man sie schon ewig kennen.

Handlung: Die Handlung verändert sich während der Buches völlig. Anfangs scheint Juliettes Welt stillzustehen, als wäre ihr Leben am Ende angekommen, doch dann überschlagen die die Ereignisse, sie lernt Persönlichkeiten kennen die ihr sowohl von völlig fremd und doch vertraut sind, verändert ihre Meinung über manche Personen mehrmals, durchlebt Situationen mir denen sie nie konfrontiert werden wollte, und lernt sich selbst von einer Seite kennen, die sich nie erträumt hatte, nie erträumen durfte. Gerade dadurch das sie am Anfang der Handlung seit mehreren Jahren gefangen gehalten wurde, und so selbst wenig über die Geschehnisse außerhalb weiß, kann man als Leser wunderbar einsteigen.

Fazit: Eine der gelungensten Utopien die ich je gelesen habe, gerade der Schreibstil macht das Buch definitiv lesenswert, eine riesige Empfehlung!

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