Göttlich verdammt

Göttlich verdammt

Autor: Josephine Angelini

Klappentext: Die 16-jährige Helen lebt mit ihrem Vater auf Nantucket und langweilt sich. Doch dann passiert endlich etwas Aufregendes: Die Familie Delos zieht auf die Insel. Alle sind hin und weg von den äußerst attraktiven Neuankömmlingen. Nur Helen spürt von Anfang an großes Misstrauen. Gleichzeitig plagen sie plötzlich düstere Albträume. Was dahintersteckt, erfährt Helen erst nach und nach: Lucas und sie stammen von Halbgöttern ab und sind dazu verdammt, einen erbitterten Kampf auszulösen, weil sie sich ineinander verlieben.

Cover: Ich fand das Cover zwar weniger auffällig, trotzdem passt das Gesicht sehr gut zu der Beschreibung und meiner Vorstellung von Helen, und auch das golden gehaltene Design passt zu der altgriechisch- römisch inspirierten Welt. Zudem war auch der Titel des Buches sehr gut gelungen, er spiegelt die Handlung insofern, dass Helen ihre Gaben und ihr Bestimmung auch erst als ein Fluch sieht, und erst später annimmt und an ihren Aufgaben wächst.

Schreibstil: Der Schreibstil hat mit alles in einem ganz gut gefallen, aber er war nicht herausragend oder besonders charakteristisch. Trotzdem war die Art wie Helen beschreiben wurde sehr ausführlich und detailreich, wie sie mit ihrer Größe, ihrer Herkunft und ihren selbst für Halbgötter sehr starken Kräften umgeht oder zumindest umzugehen versucht. Jedoch waren sich die Schulszenen  oft sehr ähnlich, ich hatte manchmal das Gefühl, dass Josephine Angelini manche Situationen zweimal geschrieben, und nur einzelne Sätze verändert hat.

Handlung: Die Handlung des ersten teils hat mich am meisten gefesselt. Es passiert unglaublich viel, die Handlung schlägt mehrere Male völlig um, und ich finde auch das dieser Teil die meiste Action enthält. Helen war mir sehr sympathisch, ihre Entwicklung zur starken, selbstbewussten, jungen Frau, und auch wie sie nach und nach herausfindet, was für gewaltige Kräfte in ihr schlummern. Die Liebesgeschichte zwischen Lucas und Helen ist ja der von Helena und Paris nachempfunden, und zuerst fand ich dies etwas abstoßend, da diese ja schon vorherbestimmt und auch irgendwie veraltet ist, jedoch hat Josephine Angelini diese so unglaublich toll in unsere Welt ,,übersetzt“, dass man zumindest in diesem Band nicht die Finger davon lassen kann. Verwirrend ist aber die Masse an Personen, gerade die Verwandtschaftsverhältnisse der Halbgott-Familie Delos, und die Verteilung der vier Götterhäuser und deren Angehörige u.s.w. sind sehr mühsam zu verstehen.

Fazit: Eine tolle Fantasy-Geschichte, gerade da die alten Mythen der Götter und Griechen in unsere Welt interpretiert werden, und so eine völlig neue Seite und Frische verliehen bekommen.

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