Maze Runner

Maze Runner- Die Auserwählten im Labyrinth

Autor: James Dashner

Klappentext: Er heißt Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem seltsamen Ort gelandet – einer Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth, in demMaze Runner.jpgmörderische Kreaturen lauern. Nun liegt es an ihm und den anderen Überlebenden, einen Weg in die Freiheit zu finden. Doch die Zeit drängt und nicht alle werden es schaffen …

Cover: Das Cover sticht zwar nicht sonderlich heraus, trotzdem sind die Farben sehr gut aufeinander abgestimmt, das grün und grau gehaltene Bild passt zu der allgemeinen Atmosphäre die das Buch vom Klappentext her schafft. Zudem gefällt mir das die Öffnung des Labyrinthes so geheimnisvoll dargestellt wird, und man nicht weiter erkennt auf was und wen sich die Person zubewegt, da dies sehr gut den Inhalt widerspiegelt, in welchem es schließlich auch darum geht das Rätsel um die riesigen Steinmauern zu lösen.

Schreibstil: Leider sind die ersten 150 Seiten dieses Trilogie Auftaktes in die typische Falle geraten: dadurch das der Leser noch kein Einblick oder Vorwissen über die Personen und den Ort der Handlung hat, wird in den ersten Kapiteln hauptsächlich erklärt und beschrieben, wodurch es nicht dazu kommt das der Leser durch spannende Ereignisse an die Geschichte gebunden werden. Obendrauf kommt noch, dass auch die Charaktere des Buches zu Anfang kaum eine Ahnung haben weshalb sie auf der Lichtung gelandet sind und was dahinter steckt, was mich verwirrt hat da es oft Ansätze zu den Themen gab die dann eben aber immer wieder abgebrochen wurde, da die Informationen gefehlt haben. So kommt es also erst ab der Mitte zu einem richtigen Spannungsbogen, doch der hält dann auch wirklich an und reißt einen mit, der Schreibstil  wird flüssiger und spannender, sodass man den Rest des Buches nur so verschlingt.

Newt starrte geistesabwesend zum Fenster hinaus. ,,So, jetzt weißt du was im Labyrinth lauert, mein Freund. Jetzt weißt du, dass wir keine Witze machen. Du bist auf die Lichtung geschickt worden, Frischling, und wir erwarten von dir, das du überlebst und uns dabei hilfst, unsere Aufgabe zu erfüllen.“

(S.58)

Handlung: Was mir an der Handlung total gefallen hat war, das auch die Nebencharaktere eine große Rolle spielen, liebevoll mit Details ausgearbeitet sind, und auch in bestimmten Verbindung zueinander stehen. Auch wie man während der gesamten Geschichte immer wieder merkt, in was für eine starke Gemeinschaft Thomas hineinwächst, und wie die unterschiedlichen Personen ihm ans Herz wachsen, hat mich tiefer in das Buch Einblicken lassen. Zudem gefiel mir auch wie er zwar immer mehr durch die verschleierten Hinweise und Erinnerungen blickt, die ihn näher zu den Schöpfern des Labyrinthes bringen, aber trotzdem eben noch nicht alles herausfindet, wodurch gerade die letzten Szenen sehr spannend und emotional werden, was ein toller Gegensatz zu der ersten Hälfte und ein sehr würdiges Finale liefert.

Fazit: Wenn man sich durch die ersten 150 Seiten durchgearbeitet hat, wird man von einer spannenden, ausgearbeiteten Dystopie überrascht, die gerade zum Ende hin keine Wünsche offen lässt. 

Obsidian

Obsidian- Schattendunkel

Autorin: Jennifer L. Armentrout

Klappentext: Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt Obsidiansie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um „neue Freunde“ zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…

Cover: Muss man zu diesem Cover noch irgendetwas sagen? Schon allen das Motiv von Katy´s und Daemons Schatten, die eigentlich eher im Hintergrund verschwinden, aber trotzdem das Cover dominieren, und den scheinbar farblosen Gräsern, die umgeben sind von  Daemons ,,Lichtreflexen“ ist definitiv eins der schönsten, was ich auf Büchern gesehen habe. Aber dazu kommt dann auch noch das schimmern der Oberfläche…😍😇

Schreibstil: Was mich wirklich überrascht hat, war  wie mich Jennifer L. Armentrost schon nach wenigen Worten in ihrer Geschichte verwurzelt hatte. Sie beschreibt so bildlich, dass man völlig in ihrer Welt verloren geht. Zudem sind ihre Figuren so vielschichtig und durchdacht, das man deutlich merkt wie ihre Vergangenheit sie beeinflusst, und so ihr Handeln verändert. Sie hat es hinbekommen auch bei großen Handlungschritten die Informationen nicht geballt auf den Leser loszulassen, sondern einzelne nacheinander preiszugeben, was das flüssige lesen und nachvollziehen vereinfacht. Nur das ihre Strategie vom Erzeugen langzeitiger Spannung hat mich nicht so mitgerissen, da die meisten dieser Situationen aber eh unerwartet kamen, kann ich echt nicht meckern.

,,Ich erzähle dir eine Geschichte, einverstanden?“                                                                ,,Du willst mir eine Geschichte erzählen?“ Er nickte und fuhr sich mit den Fingern durch das zerzauste Haar. ,,All das klingt für dich vielleicht verrückt, aber versuch dich daran zu erinnern, was du gesehen hast. Was du weißt. Du hast mich Dinge tun sehen, die dir unmöglich erscheinen müssen. Aber für dich ist jetzt nichts mehr unmöglich.“

(S. 195)

Handlung: Auch wenn ich schon wusste was die Familie Black für eine Besonderheit an sich hat, hat mich der Verlauf der Handlung mehrmals überrascht. Zu Anfang lernt man die meisten der Personen kennen, und viele dieser schienen mir zuerst eher oberflächlich, und ich dachte das ich ihre Motive und Handlungsstrategien durchschaut hätte. Doch mehrmals haben mich die Charaktere überrascht, und mir völlig andere Seiten an sich offenbart, was der Handlung eine sehr realitätsnahe Seite gegeben hat. Gerade Daemon zeigt eigentlich erst zur Hälfte des Buches seine wahre Persönlichkeit, was einen sehr interessanten Einfluss auf Katy´s denken und empfinden hat 😉. Katy macht eine prägende Veränderung durch, die zwar nicht gerade untypisch für solche Bücher ist, einen aber trotzdem mitfühlen lässt, da sie durch ihre neue Sicht auf ihre Nachbarn und ihr Umfeld eine völlig neue, abgebrühte und kampfbereite Seite an sich entwickelt und auch entwickeln muss. Und nicht zuletzt haben mich die unterschiedlichen Stränge der Geschichte begeistert, die alle zusammen das Buch bilden. Denn trotz der ja eh vorhersehbaren ,,Funken“ zwischen Katy und Daemon kommt es auch zu spannungsgeladenen Kämpfen und Auseinandersetzungen und last but not least natürlich auch zu einigen unerwarteten Ereignissen…

Fazit: Die unterschiedlichen Handlungsteile, Charaktere und Motive reißen einen mit, und lassen einen nicht wieder los, bis man am Ende ist, das Buch zuschlägt, und sich fragt wie das denn jetzt so schnell vorbeigehen konnte. Und dann nimmt man sich das nächste vor…

Legend

Legend- Fallender Himmel

Autor: Marie Lu

Klappentext: Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und eine grenzenlose Liebe, die Legend 1dem Hass entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! „Fallender Himmel“ ist der erste Band der Legend-Trilogie. Die New-York-Times-Bestseller-Autorin bettet die zeitlose Geschichte ihrer Legend-Trilogie über Rache, Verrat und eine legendäre Liebe in ein dystopisches Setting, das erschreckend realistisch und aktuell wirkt: ein Unrechtsregime, das jedes Aufbegehren brutal unterdrückt, Straßenschlachten und ein trotz aller Widrigkeiten unstillbarer Durst nach Freiheit und Gerechtigkeit.

Cover: Es ist doch immer mal wieder schön, ein schlichtes weißes Cover im Regal stehen zu haben. Auch das Wappen der Republik finde ich sehr passend gestaltet, es ,,reflektiert“ das Licht, ist ohne Schnörkel und sonstiges gestaltet, und dominiert das Cover, was diesem ,,eine klare Linie“ verleiht. Insgesamt wirkt es sehr edel, was gut zu den Zielen und Eigenschaften der Republik passt.

Es kommt nie etwas Gutes heraus, wenn man sich auf der Straße in jemanden verliebt. Das ist die schlimmste Schwäche die man haben kann, ungefähr so schlimm, wie Familie in einem Quarantänebezirk zu haben oder ein Waisenkind, das auf einen angewiesen ist.

(S.162)

Schreibstil: Was mich beeindruckt hat, war, dass Marie Lu es geschafft hat, immer wieder besondere Einblicke in ihre Welt zu geben, indem sie einzelne Situationen, Gebäude oder Zustände rein formal beschrieben hat. Zudem passte dieses Merkmal unglaublich gut auf die Persönlichkeiten von June und Day, da beide sehr praktisch und berechnend denken.  Auch dass sowohl aus Junes, als auch aus Day´s Sicht beschreiben wurde hat zu der Tiefe des Buches beigetragen, da man so die Republik aus zwei völlig anderen Sichten zu sehen bekam. Auch interessant fand ich den Verlauf der Geschichte. Zuerst habe ich eine reine Liebesgeschichte zwischen den beiden erwartet, welche von der Republik verwehrt wird. Dann jedoch entwickelt sich das Buch auf ganz anderen Ebenen, und die romantischen Augenblicke rücken in den Hintergrund, was aber auch besser zu der Situation passt. Eine sehr wagemutiger Handlungänderung, die aber durchaus geglückt ist.

Handlung: Obwohl die beiden Hauptpersonen in ein und selben Struktur leben, liegen Welten zwischen ihnen. Zum einen June, das wohlhabende Wunderkind, welches seid der Geburt in dem System verankert ist, nie die Regeln ihrer Gesellschaft angezweifelt hat, auf der Schwelle zur militärischen Spitze steht, und jede Menge Anerkennung für ihre außergewöhnlichen, kämpferischen Fähigkeiten erhält. Und zum anderen Day, der Straßenjunge, welcher um sein tägliches Überleben kämpfen muss. Er ist der meist gesuchte Verbrecher der Republik ist, sein Bruder ist an der Seuche erkrankt ist, und sein Ziel es ist die Welt, in welcher er  aufgewachsen ist, und in der er lernen musste, sich bedingungslos zu fügen, zu stürzen. Und dann treffen diese beiden Charaktere als Feinde aufeinander, auch wenn Day zuerst nicht ahnt das er auf bestem Weg ist sich in June zu verlieben, die ihn dafür tot sehen will, dass er ihren Bruder umgebracht hat. Bis sie sich stellt, und so die gesamte Situation aus den Fugen gerät… Kurzgefast: Unfassbar realistische, ausgearbeitete und tiefgründige Charaktere, eine fesselnde Story, eine kaputtes System, und jede Menge spannende Intrigen.

Fazit: Ein Muss für alle Dystopiefans!

 

Black Blade

Black Blade- Das eisige Feuer der Magie

Autorin: Jennifer Estep

Klappentext: Die 17-jährige Lila Merriweather verfügt über außergewöhnliche Talente. Sobald sie einem Menschen in die Augen Black Blade 3blickt, kann sie in dessen Seele lesen. Zudem beherrscht die Waise sogenannte Übertragungsmagie – jede auf sie gerichtete Magie macht sie stärker. Doch Lila hält ihre magischen Fähigkeiten geheim, denn sie hat einen nicht ganz ungefährlichen Nebenjob: Sie ist eine begnadete Auftragsdiebin. Das Leben der freiheitsliebenden jungen Frau gerät allerdings aus den Fugen, als sie eines Tages den Sohn eines mächtigen magischen Familienclans vor einem Anschlag rettet und prompt als dessen neue Leibwächterin engagiert wird. Plötzlich muss sich Lila in der magischen Schickeria der Stadt zurechtfinden, wo Geheimnisse und Gefahren an jeder Ecke auf sie warten – ebenso wie ihre große Liebe.

Cover: Mich hat das Cover sehr an das der Mythos Academy- Reihe erinnert (nicht an das was ich rezensiert habe, sondern das Neuere). DMythos Academyer Titel ist genau wie dort sehr auffällig, und dominiert das Bild, im Hintergrund ist das Gesicht eines Mädchens zu sehen, und genau wie in Gwen´s Welt ist auch hier der Fokus sehr auf die Augen gelegt, da diese sich durch die unterschiedlichen Farben von dem sonst eher ebenmäßigen Gesicht abheben. Doch leider wird dieses relativ hübsche Bild meiner Meinung nach total von den Ranken zerstört, welche sich vom Rand ins Bild drängen, unnatürlich glänzen,  und auch jedes neue Kapitel zieren, wobei das natürlich auch sehr Geschmacksache ist.

Schreibstil: Jennifer Estep´s Schreibstil hatte mich bei ihrem Buch Frostkuss nicht wirklich überzeugt, sodass ich mit nicht allzu großen Erwartungen an Black Blade herangetreten bin, jedoch hat sie es geschafft mich positiv zu überraschen. Die Geschichte wird sehr flüssig erzählt, der rote Faden verliert sich nicht, und auch die einzelnen Komponenten des Buches haben eine sehr erfrischend aufgeteilt. So kommt es neben einzelnen Rückblicken in Lila´s Leben, den Ermittlungen nach dem ,,geheimnisvollen Fremden“, und einigen action-geladenen Szenen auch zu romantischen Teilen, welche allerdings nicht sonderlich ausgeprägt sind, die Handlung zwar beeinflussen, aber nicht dominieren, was mir sehr gut gefallen hat, da dies auch nicht zu den Charrakteren gepasst hätte, und so auch keine Kitschige Stellen entstehen. Zudem hat mich der Humor der Hauptperson diesmal auch um einiges mehr angesprochen, und dadurch einzelne fade Stellen aufgelockert.

Claudia dachte, sie hätte mich angestellt um Devon zu beschützen. Aber in Wirklichkeit hatte sie mich gebeten, sie selbst vor dem Schmerz zu schützen, ihren Sohn auf die selbe Weise zu verlieren wie ich meine Mom- wegen dämlicher Familienfehden, hinterhältiger Pläne und politischer Manöver.

(S. 119)

Handlung: Erst einmal haben mir die Charaktere sehr gut gefallen, alle waren durchdacht, tiefgründig ergänzen sich gegenseitig, aber eben auch auf negative Weise, sodass es auch zu einigen interessanten, explosiven Aufeinandertreffen kommt, was dem Spannungsbogen sehr zugute kommt. Der Verlauf der Handlung ist gut strukturiert und sehr nachvollziehbar gestaltet, doch die Geschichte leidet unter einigen zu ausführlichen Beschreibungen und Umwegen, welche man auch getrost wegküssen könnte. Das Ende fand ich leider durchaus vorhersehbar, da es aber trotzdem sehr emotional und vielseitig behandelt wird, gleicht sich dieser Minuspunkt wieder aus. Und auch die Spannung kommt durch Geheimnisse, vielseitige Gaben, Turbulenzen und einigen Kampfszenen nicht zu kurz.

Fazit: Jennifer Estep´s neuer Trilogie- Auftakt ist eine erfrischen turbulente Mischung aus Action, Romantik und Humor.