Obsidian

Obsidian- Schattendunkel

Autorin: Jennifer L. Armentrout

Klappentext: Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt Obsidiansie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um „neue Freunde“ zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…

Cover: Muss man zu diesem Cover noch irgendetwas sagen? Schon allen das Motiv von Katy´s und Daemons Schatten, die eigentlich eher im Hintergrund verschwinden, aber trotzdem das Cover dominieren, und den scheinbar farblosen Gräsern, die umgeben sind von  Daemons ,,Lichtreflexen“ ist definitiv eins der schönsten, was ich auf Büchern gesehen habe. Aber dazu kommt dann auch noch das schimmern der Oberfläche…😍😇

Schreibstil: Was mich wirklich überrascht hat, war  wie mich Jennifer L. Armentrost schon nach wenigen Worten in ihrer Geschichte verwurzelt hatte. Sie beschreibt so bildlich, dass man völlig in ihrer Welt verloren geht. Zudem sind ihre Figuren so vielschichtig und durchdacht, das man deutlich merkt wie ihre Vergangenheit sie beeinflusst, und so ihr Handeln verändert. Sie hat es hinbekommen auch bei großen Handlungschritten die Informationen nicht geballt auf den Leser loszulassen, sondern einzelne nacheinander preiszugeben, was das flüssige lesen und nachvollziehen vereinfacht. Nur das ihre Strategie vom Erzeugen langzeitiger Spannung hat mich nicht so mitgerissen, da die meisten dieser Situationen aber eh unerwartet kamen, kann ich echt nicht meckern.

,,Ich erzähle dir eine Geschichte, einverstanden?“                                                                ,,Du willst mir eine Geschichte erzählen?“ Er nickte und fuhr sich mit den Fingern durch das zerzauste Haar. ,,All das klingt für dich vielleicht verrückt, aber versuch dich daran zu erinnern, was du gesehen hast. Was du weißt. Du hast mich Dinge tun sehen, die dir unmöglich erscheinen müssen. Aber für dich ist jetzt nichts mehr unmöglich.“

(S. 195)

Handlung: Auch wenn ich schon wusste was die Familie Black für eine Besonderheit an sich hat, hat mich der Verlauf der Handlung mehrmals überrascht. Zu Anfang lernt man die meisten der Personen kennen, und viele dieser schienen mir zuerst eher oberflächlich, und ich dachte das ich ihre Motive und Handlungsstrategien durchschaut hätte. Doch mehrmals haben mich die Charaktere überrascht, und mir völlig andere Seiten an sich offenbart, was der Handlung eine sehr realitätsnahe Seite gegeben hat. Gerade Daemon zeigt eigentlich erst zur Hälfte des Buches seine wahre Persönlichkeit, was einen sehr interessanten Einfluss auf Katy´s denken und empfinden hat 😉. Katy macht eine prägende Veränderung durch, die zwar nicht gerade untypisch für solche Bücher ist, einen aber trotzdem mitfühlen lässt, da sie durch ihre neue Sicht auf ihre Nachbarn und ihr Umfeld eine völlig neue, abgebrühte und kampfbereite Seite an sich entwickelt und auch entwickeln muss. Und nicht zuletzt haben mich die unterschiedlichen Stränge der Geschichte begeistert, die alle zusammen das Buch bilden. Denn trotz der ja eh vorhersehbaren ,,Funken“ zwischen Katy und Daemon kommt es auch zu spannungsgeladenen Kämpfen und Auseinandersetzungen und last but not least natürlich auch zu einigen unerwarteten Ereignissen…

Fazit: Die unterschiedlichen Handlungsteile, Charaktere und Motive reißen einen mit, und lassen einen nicht wieder los, bis man am Ende ist, das Buch zuschlägt, und sich fragt wie das denn jetzt so schnell vorbeigehen konnte. Und dann nimmt man sich das nächste vor…

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