Das Feuerzeichen 2

 

Das Feuerzeichen- Rebellion (Band 2)

Autorin: Francesca Haig

Klappentext: Gerechtigkeit hat ihren Preis. Bist du bereit ihn zu zahlen? In der düsteren Welt der Zukunft herrscht eine Zweiklassengesellschaft: Die perfekten Alphas regieren und genießen alle Privililegien, die Omegas – ihre vermeintlich weniger perfekten Das feuerzeichenZwillinge – werden tagtäglich unterdrückt und gedemütigt. Nachdem die Insel der Omegas zerstört wurde, ist Cass, zusammen mit ihren Freunden Piper und Zoe, auf der Flucht. Irgendwo jenseits des Ozeans, so hoffen sie, gibt es ein Land, in dem das Omega-Brandzeichen auf ihrer Stirn keine Rolle mehr spielt. Doch dazu müssen sie erst einmal an die Küste gelangen, und Cass‘ ruchloser Zwillingsbruder Zach ist ihnen dicht auf den Fersen …

Cover: Zuerst einmal wirkt das Cover wenig spektakulär, es zeigt ein Omega, das Zeichen der unterdrückten Hälfte der dystopischen Gesellschaft, in der das Buch spielt. Betrachtet man aber alle Bände der Trilogie nebeneinander, erkennt man, dass der griechische Das Feuerzeichen 3.jpgBuchstabe von Band zu Band  in Flammen aufgeht, bis er letztendlich vollkommen brennt. So kann man in diesem Cover den Fortschritt der Rebellion vernehmen, indem das Lauffeuer des Gedankens an eine bessere Welt geboren wird.

Inhalt: Seit dem Tod ihres Freundes Kip ist Cass nicht mehr die Alte. Ihre Trauer sitzt tief. Sie wird von schrecklichen Visionen heimgesucht, über die sie fast den Verstand verliert. Entmutigung und Verzweiflung ihrer Begleiter tragen auch nicht gerade zur Verbesserung von Cass Gemütszustand bei. Gerade diese Entmutigung -so gut sie auch nachvollziehbar ist- hat mich nach einer Weile genervt. Um sie herum zerbricht eine Gesellschaft, und doch scheint das Einzige, was sie wirklich bewegt der Verlust ihres Freundes zu sein. Zach, ihr Zwillingsbruder hat sich an die Spitze der Regierung hochgearbeitet, und erfüllt die Rolle des skrupellosen Herrschers. Und auch er ist verbittert, weil ihm die Kindheit als „normaler Alpha“ verwehrt wurde, und auch viele Jahre später noch nicht vollkommen in der Gesellschaft der Alphas akzeptiert wird. Mit aller Macht versucht er, eine „bessere Welt“ für die Alphas zu erschaffen, indem er weiterhin seinen Plan umsetzt, durch den die Omegas in Glascontainern konserviert werden und so der ,,gehobenen“ Gesellschaft kein Dorn mehr im Auge sind. Aber genau diese Beweggründe brachten ihn schon im ersten Band zu seinem Handeln, und sind für den Leser so wenig überraschend.

Du gehst durch die Welt, als würde sie dir jeden Schritt übel nehmen.

Der zweite Teil „Das Feuerzeichen – Rebellion“ war mir im Bezug auf die Handlung persönlich viel zu zäh. Düstere Stimmung und brutale Szenen waren für mich nicht das Problem, eher der Mangel an Fortschritt in der Handlung und Action. Es scheint so, als hätte man die Verläufe des ersten Teiles in die Länge gezogen, ohne die Handlung mir neuen Erkenntnissen oder Fortschritten aufzufrischen.

Hunderte Menschen schwammen in dem zähflüssigen Sud. Klebrig-süß hatte er sich seinen Weg in ihre Augen, Ohren, Nasen und Münder gebahnt und sie verstummen lassen, bis nichts mehr zu hören war außer dem Brummen der Maschinen.

Schreibstil: Der Folgeband von „Das Feuerzeichen“ wird in einer ganz ähnlich düsteren Stimmung wie der Erste fortgeführt. Gerade die Szenen, in denen die Menschen in den Tänken beschrieben werden, sind sehr hoffnungslos und grausam dargestellt. So schwimmen in den Tanks Menschen, deren Haut bereits mit den Kabeln verwachsen ist. Auch Kindern wird dieses Schicksal nicht erspart. Was diesen Band aber leider von seinem Vorgänger unterscheidet, ist sein Bezug zur Spannung. Auch im ersten Band gab es längere Teile, durch welche man sich durchkämpfen musste, aber in diesem scheint erst gar kein richtiger Spannungsbogen zu entstehen. Die Handlung entwickelt sich kaum und lässt damit actionreiche Szenen missen.

Fazit: In dem Roman herrscht Armut, Hass und Hoffnungslosigkeit, was sich in der besonderen Intensität des Ausdrucks niederschlägt. Aber durch die Einseitigkeit der Handlung und den langwidrigen Szenen konnte mich dieser Band nicht wirklich überzeugen.

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