Das Juwel- Die weiße Rose

Das Juwel- Die weiße Rose

Autorin: Amy Ewing

Klappentext: Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See hinter ihre Pläne gekommen ist, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem das-juwel2Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?

Cover: Das Cover ist im selben Stil gehalten wie der erste Band der Trilogie. Wir sehen Violet, wie sie inmitten einer weißen Rose kniet, die sich genau wie bei ,,Das Juwel-Die Gabe“ aus ihrem Kleid entfaltet. Betrachtet man alle Cover nebeneinander, so sieht man, dass sie im Zusammenhang eine Entwicklung ergeben. Während Violet auf dem ersten Band noch in sich zusammengesackt abgebildet ist, so wird sie auf dem letzten Band aufgerichtet dargestellt und wirkt kämpferisch und selbstbewusst.

Schreibstil: Was mir auch in diesem Band sehr an Amy Ewing´s Schreibstil gefallen hat war, dass es wenig Zeitsprünge in der Handlung gibt. Dennoch wird es nicht langweilig, da die Entwicklung der Charaktere und der Aufbau des Widerstandes diesen Raum voll einnehmen. Das Buch lässt sich flüssig lesen, ohne dass man über langwierige Szenen oder verwirrende Zustände stolpert. Zudem hat es mir genau wie im letzten Band gefreut, dass sich die Autorin nicht zu schade ist ins Detail zu gehen und den Leser an allem teilhaben lässt. So steigt die Handlung auch genau dort wieder ein, wo sie im ersten Band endet. Zudem hat Amy Ewing ein Talent dafür ihre Leser hinter die Fassanden der Personen blicken zu lassen, ohne dass aus ihren Sichten beschrieben wird, was der Geschichte sehr viel Leben und Vielschichtigkeit gibt.

Handlung: Im Gegensatz zu ,,Das Juwel- Die Gabe“, hat mich die Handlung in diesem Band leider nicht wirklich mitreißen können. Auch wenn sich die Autorin sichtlich bemüht, die Handlungsstränge weiterzuführen und die Spannung des ersten Teils sogar noch zu überbieten, kamen mir die Entwicklungen überstürzt vor. Es ist einfach nicht realistisch, dass es den Charakteren plötzlich so leicht fällt sich in ihr Rollen einzufinden, und dass es nach einem Band voller Sehnsucht nach Freiheit plötzlich so leicht gelingt zu fliehen. Man merkt, dass Amy Ewing sich sehr an den Vorsatz hält, dass im zweiten Band sich alles soweit entwickeln muss, dass im dritten problemlos ins Finale gestartet werden kann. Zudem hat es mich genervt, dass der Klappentext ein drittel des Buches vorhergesagt hat. Somit konnten die eigentlich spannenden Szenen mich nicht wirklich begeistern, da ich ihre Ausgänge schon kannte. Was mich allerdings überzeugen konnte, waren die letzten Seiten des Buches. Erneut lässt Ewing ihr Leser in einen fiesen Cliffhänger laufen, der unerwarteter nicht sein könnte, und der Geschichte so geschickt eine entscheidenen Wendung verleiht. Auch positiv überrascht hat mich die Entwicklung zwischen Violet& Ash. Ihre Liebesgeschichte hat auf mich um einiges authentischer gewirkt als zu Anfang, und auch Garnet macht eine tolle Entwicklung durch. Und auch wenn ich alles in einem nicht wirklich überzeugt von diesem Band bin, werde ich wohl auch das finale Buch lesen. Denn auch ich habe Violet, Ash, Garnet und Raven ins Herz geschlossen.

Fazit: Auch wenn dieser Band nicht mit dem Auftakt der Reihe mithalten konnte, freue ich mich auf das Finale der Trilogie. Bei ,,Das Juwel- Die weiße Rose“ handelt sich um einen typischen Mittelband, in dem alle Vorbereitungen auf ein großes Finale getroffen werden und ansonsten wenig passiert – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Eure Hannah

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