Solo für Girl online

Autorin: Zoe Sugg

Verlag: cbj-Verlagsolo

Achtung! Die Rezension enthält Spoiler über Band 2 der Reihe!

Klappentext: Nach einer ziemlich schwierigen Zeit auf Tour mit Noah weiß Penny eines sehr genau: Sie will ihre eigenen Wege gehen. Noah ist einfach abgetaucht, und niemand weiß, wo er sich aufhält. Auch Penny nicht. Seit Wochen hat sie nichts von ihm gehört. Für sie wird es Zeit, wieder in ihr normales Leben zurückzufinden. Doch sie igelt sich ein. Da kommt eine Einladung nach London gerade recht: Megan hat dort an einer berühmten Schauspielschule angefangen und stellt Penny ihren Freundinnen vor. Der schüchternen Posey Tipps gegen Lampenfieber zu geben, ist für Penny eine willkommene Ablenkung. Aber ist auch der bezaubernde Callum aus Schottland die richtige Art von Ablenkung? Und hat Penny wirklich mit Noah abgeschlossen, wenn die Erinnerung an ihn sie an jeder Ecke einholt?

Cover: Die pastellenen Farben gepaart mit den aufgedruckte Polaroid-Fotos in knalligen Farben und den liebevollen Details zeigen, dass die Romane sich hauptsächlich an junge Mädchen richtet. Und selbstverständlich darf das Bild der Autorin nicht fehlen, um diese neugierig zu machen. Dennoch gefällt mir das Gesamtbild.

Schreibstil: Der Schreibstil at mich auch in diesem Band positiv überraschen können. Denn trotz der sehr einfachen Wortwahl und den unkomplizierten Satzstrukturen geht der unterschwellige Humor des Buches nicht verloren. Gerade diese grundlegenden Werte des Schreibstils aus dem Englischen ins Deutsche zu transportieren, ist sicherlich eine Aufgabe für sich.

Inhalt: Was mich an den Büchern so gestört hat, war wie oberflächlich Handlung und Charaktere sind. Zudem hat die Geschichte mit vielen Klischees zu kämpfen und war weitestgehend vorhersehbar. Sehr gefallen hat mir hingegen die Entwicklung, die Penny von zweiten zum dritten Band durchlebt. Sie wirkt reifer, steht auf ihren eigenen Beinen und lässt sich endlich weniger von der Meinung anderer leiten. Jetzt, wo Noah untergetaucht und Penny wieder allein ist, war sie mir erneut viel sympathischer, auch wenn mir ihre Naivität weiterhin ein Dorn im Auge war. Was mir genau wie im zweiten Band der Reihe sehr gefehlt hat, waren Pennys Bloggeraktivitäten. Gerade aufgrund dieser hatte ich begonnen die Reihe zu lesen und habe sie auch immer als große Bereicherung der Reihe gesehen. Zwar ist ihr Blog in Band drei nun wieder etwas präsenter, dennoch kommt es nicht an den Maßstab heran, der mit dem Debüt gesetzt wurde. Dennoch ist es nicht so, als könnte ich gar kein gutes Haar an dem Buch lassen. So hat mir zum Beispiel gerade im Bezug auf die junge Leserschaft die Message ,,Es ist in Ordnung Ängste zu haben“ gefallen, die Penny durch ihren Umgang mir ihren Angst-Attacken verkörpert.

Fazit: „Solo für Girl Online“ war insgesamt ein netter, wenn auch nicht überragender dritter Band, bei dem sich zwar besonders Penny gut weiterentwickelt hat, der ansonsten aber leider belanglos war. Gerade die oberflächliche und klischeebeladene Handlung war mir hierbei ein Dorn im Auge. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich insgesamt nicht sonderlich mit den Genre sympathisiere.

Eure Hannah

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