Eis wie Feuer

Eis wie Feuer (2)

Autorin: Sara Raasch eis-wie-feuer

Verlag: cbt

ACHTUNG! Rezension kann Spoiler zum ersten Abend der Reihe enthalten!

Klappentext: Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …

Cover: Die Cover der Trilogie lassen sich nur als dramatisch bezeichnen. Die kräftigen Farben, der unheilvolle Hintergrund und der von Feuer zerstörte Untergrund, welcher auf die düsteren Zustände deuten lässt, die das Buch dominieren und die Handlung stark beeinflussen. Zudem haben die Cover der Reihe durch den fast identischen Aufbau und der charakteristischen, einnehmenden Schrift einen hohen Wiedererkennungswert.

Schreibstil: Sara Rausch fokussiert sich in dem zweiten Band der Trilogie sehr auf Meiras Empfinden und der Entwicklung ihrer Charaktere. Dennoch kommt das Umfeld nicht zu kurz. Die Autorin schafft es einen stimmigen Ausgleich beider Komponenten zu finden, und den Leser so mit ihrem Buch zu fesseln. Zudem spürt man auf jeder Seite ihre Verbundenheit zu Charakteren und Ländern. Jedem Gedanke wird ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt, und auch jede Steppe und jeder Wald im Detail beschrieben. Sicherlich kommt es dadurch manchmal zu kurzen Langatmigkeiten, was die Autorin aber mit rasanten Szenen und feurigen Wortwechseln auszugleichen weiß.

Handlung: Raasch schreibt in ihrer Danksagung davon, wie mühsam es sei einen Mittelband zu schreiben, da diese oft dem „Mittelkind-Syndrom“ verfallen würden. „Eis wie Feuer“ lässt sich davon aber nichts anmerken. Die Themen des ersten Bandes werden geschickt aufgegriffen, und in die Handlung des Romans eingearbeitet. Neben diesen kommen auch neue Komponenten in Form neuer Charaktere, Orte und Hindernisse hinzu, die die Handlung auffrischen und die Geschichte in eine neue Richtung lenken. Zudem wird viel Aufmerksamkeit auf die Entwicklung und den Findungs-Prozess der Charaktere gelegt, wie es aus mittleren Bänden bekannt ist. Gerade da Band eins die Stellung und Lebensgrundlagen vieler Personen umgeworfen hat, müssen sich die Charaktere vielen grundlegenden Fragen stellen, die sowohl auf sich selbst als auch auf ihr Umfeld bezogen sind. Dennoch gibt es keinen Grund, dem Buch Einseitigkeit vorzuwerfen. Denn diese Gedanken und Entwicklungen entspringen den Ereignissen des Buches, die teilweise nicht rasanter und spannender sein könnten. Zudem versteht die Autorin es, die Spannung durchgehend zu erhalten und gegen Ende des Bandes noch einmal völlig neue Maßstäbe zu legen und die Leser in einen fiesen Cliffhanger laufen zu lassen. Dadurch dass Meiras Erzählperspektive in einigen Kapiteln durch Mather unterbrochen wird, erhält man neben Einblicken in deren Gedanken auch Informationen über unterschiedliche Orte, da die beiden die meiste Zeit des Buches getrennt sind. Hierdurch werden dem Leser teilweise auch Dinge anvertraut, die die Charaktere erst im Nachhinein erfahren. Das einzige, was mich an der Fortsetzung gestört hat, war der scheinbar grenzenlose Flut an Informationen, die gerade in den letzten Kapiteln auf den Leser losgelassen wird. Durch die vielen unbekannten Namen und plötzlichen Veränderungen konnte ich das spektakuläre Finale des Buches weniger genießen, da ich immer wieder die Handlung rekonstruieren muss, um mitzukommen.

Fazit: Eine Fortsetzung, die trotz kleiner Makel jeglichen Klischees trotzt, und mit vielseitigen Entwicklungen und atemberaubender Spannung begeistert.

Eure Hannah

 

 

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