Time to Read!

Trotz der Begeisterung an Büchern und dem Spaß am Schmökern kennt wohl jeder Tage, an denen man einfach keine Lust aufs Lesen hat oder sich nicht wirklich in ein Buch vertiefen kann. Das kann daran liegen, dass Schule oder Arbeit einen voll einnehmen und man weder Zeit noch Konzentration findet, um sich Büchern zu widmen. Oder aber das Buch, mit welchem man sich zurzeit beschäftigt verdirbt einem die Lust. Aus welchem Grund auch immer der Lesefluss ins Stocken gerät, hier ein paar Punkte, die helfen das Lesen zu routinierten und zu verbessern.

 

  • Nimm dir Zeit!
    • Mir hilft es meist nichts mich mitten am Tag ans Lesen zu machen, wenn ich  noch Aufgaben habe die abgearbeitet werden müssen. Solche To-Do-Listen machen mir ein schlechtes Gewissen, weil ich mich vor der Arbeit drücke oder sie aufschiebe. Wirklich entspannen tue ich nur, wenn alles erledigt ist und ich mich voll auf das Buch fokussieren kann. Zudem kann man so das Lesen als ,,Belohnung“ sehen, sich motivieren und das Buch in den Tagesablauf einfließen lassen.

 

  • Kapsel dich ab!
    • Das man sich nicht in Bücher vertiefen kann oder kaum zehn Seiten am Stück liest liegt häufig daran, dass man sich von Handy&Co ablenken lässt. Deshalb gilt es beim Lesen alle Störfaktoren auszuschalten, und es sich in ein ruhige Ecke bequem zu machen.

 

  • Mach es zur Routine!
    • Lege dir einen Zeitraum fest, den du fürs Lesen reservierst. Gerade in stressigen Phasen oder vollen Wochen hilft es jeden Tag eine Stunde zu haben, in welcher man sich entspannt und abschaltet. So wird es einfacher regelmäßig zu lesen, und sich auf das Buch zu fokussieren. Auch Rituale wie eine Tasse Tee oder ähnliches helfen sich auf das Lesen einzustimmen.

 

  • Stecke dir Ziele!
    • Hiermit meine ich nicht sich zwanghaft an Seitenzahlen zu halten oder eine Listen zu führen, sondern sich eher grober Vorzustellen, was man innerhalb einer Woche erreichen möchte. So kann sich zum Ziel setzten ein bestimmtes Buch zu beenden, oder sich für einen Monat vornehmen drei oder mehr Bücher zu lesen. Dennoch sollte das Lesen so nicht zu Verpflichtung werden. Wenn du  merkt, dass solche Vorsätze dich demotivieren oder unter Druck setzten, solltest du aufhören zu gucken wie viele Seiten noch zu lesen sind oder wie viele Bücher noch ungelesen rumliegen.

 

  • Brich  Bücher ab!
    • Der häufigste Grund, weshalb ich in Leseflauten gerate sind Bücher, die mich langweilen. Wenn du merkst, dass dir durch ein bestimmtes Buch die Lust am Lesen vergeht, brich es ab. Es ist ganz normal, das nicht jedes Buch einem gefällt, und man nicht mit jedem Schreibstil zurechtkommt. Widme deine Lesezeit lieber Büchern und Autoren die dich begeistern!

 

  • Suche Gleichgesinnte!
    • Nicht motiviert sosehr, wie sich mit anderen auszutauschen. Sicherlich hat jeder jemanden in seinem Umfeld, der ebenfalls gerne liest und das selbe Genre mag wie du. Aber auch wenn das nicht der Fall sein sollte findet man über Soziale Netzwerke wie Instagram& Co. Gleichgesinnte. Auch ein Besuch auf Messen oder öffentlichen Veranstaltungen stachelt an und erweitert das Lesen auf ein gemeinschaftliches Erlebnis.

 

  • Lies was du willst!
    • Lass dir das, was du liest nicht schlecht machen. Auch Jugendromane und Thriller sind Literatur. Ein Buch muss nicht philosophisch sein und deine Weltsicht verändern, um lesenswert zu sein. Freu dich über die Bücher die dir gefallen, und orientiere dich an deinem eigenen Geschmack.

 

  • Habe immer etwas zu Lesen da!
    • Egal ob auf dem Nachttisch oder im Rucksack- Die Voraussetzung für häufiges Lesen ist, immer Lesestoff da zu haben. Wenn du immer ein Buch in der Nähe hat, auf welches du dich freust oder das dich interessiert legt man die Fernbedienung schneller weg als gedacht und widmet sich dem Lesen.

 

  • Es muss nicht sein!
    • Trotz all dieser Tipps ist es auch vollkommen normal mal nicht lesen zu wollen. Man sollte sich einen Tag, an dem man lieber Serien schaut oder mit Freunden schreibt nicht verübeln. Lesen ist und bleibt ein Hobby, das auf der Begeisterung und Freiwilligkeit beruht. Und wenn etwas anderes verlockender ist als ein Buch, kommt es eben erst an zweiter Stelle.

 

Eure Hannah

 

Eis wie Feuer

Eis wie Feuer (2)

Autorin: Sara Raasch eis-wie-feuer

Verlag: cbt

ACHTUNG! Rezension kann Spoiler zum ersten Abend der Reihe enthalten!

Klappentext: Drei Monate sind seit der großen Schlacht zwischen dem Königreich Winter und Frühling vergangen, bei der König Angra in die Flucht geschlagen wurde. Thronerbin von Winter, Meira, will vor allem eines: Frieden und Sicherheit für ihr Volk. Doch als die verloren geglaubte Quelle der Magie in den Minen der Winterianer gefunden wird, stellt dies das gesamte Machtgefüge in Frage: Prinz Theron brennt darauf, die Magie als Waffe gegen die Feinde von Winter einzusetzen. Meira jedoch fürchtet die Kräfte, die sie damit entfesseln könnte …

Cover: Die Cover der Trilogie lassen sich nur als dramatisch bezeichnen. Die kräftigen Farben, der unheilvolle Hintergrund und der von Feuer zerstörte Untergrund, welcher auf die düsteren Zustände deuten lässt, die das Buch dominieren und die Handlung stark beeinflussen. Zudem haben die Cover der Reihe durch den fast identischen Aufbau und der charakteristischen, einnehmenden Schrift einen hohen Wiedererkennungswert.

Schreibstil: Sara Rausch fokussiert sich in dem zweiten Band der Trilogie sehr auf Meiras Empfinden und der Entwicklung ihrer Charaktere. Dennoch kommt das Umfeld nicht zu kurz. Die Autorin schafft es einen stimmigen Ausgleich beider Komponenten zu finden, und den Leser so mit ihrem Buch zu fesseln. Zudem spürt man auf jeder Seite ihre Verbundenheit zu Charakteren und Ländern. Jedem Gedanke wird ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt, und auch jede Steppe und jeder Wald im Detail beschrieben. Sicherlich kommt es dadurch manchmal zu kurzen Langatmigkeiten, was die Autorin aber mit rasanten Szenen und feurigen Wortwechseln auszugleichen weiß.

Handlung: Raasch schreibt in ihrer Danksagung davon, wie mühsam es sei einen Mittelband zu schreiben, da diese oft dem „Mittelkind-Syndrom“ verfallen würden. „Eis wie Feuer“ lässt sich davon aber nichts anmerken. Die Themen des ersten Bandes werden geschickt aufgegriffen, und in die Handlung des Romans eingearbeitet. Neben diesen kommen auch neue Komponenten in Form neuer Charaktere, Orte und Hindernisse hinzu, die die Handlung auffrischen und die Geschichte in eine neue Richtung lenken. Zudem wird viel Aufmerksamkeit auf die Entwicklung und den Findungs-Prozess der Charaktere gelegt, wie es aus mittleren Bänden bekannt ist. Gerade da Band eins die Stellung und Lebensgrundlagen vieler Personen umgeworfen hat, müssen sich die Charaktere vielen grundlegenden Fragen stellen, die sowohl auf sich selbst als auch auf ihr Umfeld bezogen sind. Dennoch gibt es keinen Grund, dem Buch Einseitigkeit vorzuwerfen. Denn diese Gedanken und Entwicklungen entspringen den Ereignissen des Buches, die teilweise nicht rasanter und spannender sein könnten. Zudem versteht die Autorin es, die Spannung durchgehend zu erhalten und gegen Ende des Bandes noch einmal völlig neue Maßstäbe zu legen und die Leser in einen fiesen Cliffhanger laufen zu lassen. Dadurch dass Meiras Erzählperspektive in einigen Kapiteln durch Mather unterbrochen wird, erhält man neben Einblicken in deren Gedanken auch Informationen über unterschiedliche Orte, da die beiden die meiste Zeit des Buches getrennt sind. Hierdurch werden dem Leser teilweise auch Dinge anvertraut, die die Charaktere erst im Nachhinein erfahren. Das einzige, was mich an der Fortsetzung gestört hat, war der scheinbar grenzenlose Flut an Informationen, die gerade in den letzten Kapiteln auf den Leser losgelassen wird. Durch die vielen unbekannten Namen und plötzlichen Veränderungen konnte ich das spektakuläre Finale des Buches weniger genießen, da ich immer wieder die Handlung rekonstruieren muss, um mitzukommen.

Fazit: Eine Fortsetzung, die trotz kleiner Makel jeglichen Klischees trotzt, und mit vielseitigen Entwicklungen und atemberaubender Spannung begeistert.

Eure Hannah

 

 

Young Elites

Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche (01)

Autorin: Marie Lu (Legend-Trilogie)young elites.jpg

Verlag: Loewe

Klappentext: Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe …

Cover: Wie bei so vielen Covers des Loewe-Verlag bin ich hellauf begeistert von der Aufmachung des Buches. Die dunkle Gestaltung wird durch Adelina und ihrem weißes Haar aufgehellt, dieses verdeckt durch ihre Körperhaltung zudem ihr Gesicht, und somit ihre Narbe. So wird eines der Merkmale, welches sie als Gezeichnete darstellt in den Mittelpunkt gestellt, das Andere ganz bewusst verhüllt. Der Charakteristische Schriftzug fügt sich in das Gesamtbild ein und ist ein weiterer Blickfang. Zudem passt er zu der historischen Kulisse der Geschichte und auch Details wie der Dolch, der das ,,T“ ersetzt, verleihen dem Cover seinen Charme.

Schreibstil: Der Schreibstil hat mich überrascht. Ich hatte erwartet auf die selben Strukturen wie in ihrer ersten Trilogie zu treffen, aber die Autorin überrascht in dem ersten Band ihrer neuen Reihe aber mit völlig anderen Facetten ihres Könnens. Während sie sich in ,,Legend“ eher auf Beschreibungen des Umfeldes fokussiert, bewegt sie Lu in diesem Roman vielmehr auf emotionaler Ebene, was mir sehr zugesagt hat. Auch die Charaktere sind vielschichtiger konstruiert und sorgen im Verlauf des Buches durch unerwartete Eigenschaften oder Ansichten für frischen Wind. Abgesehen davon war es einfach der Autorin zu folgen, die Satzkonstruktionen waren unkompliziert und auch inhaltlich leicht nachzuvollziehen. Dennoch ist ihr Schreibstil nicht zu oberflächlich, da er durch einen breit gefächerten Wortschatz interessanter gestaltet wird.

Inhalt: Wie Lu bereits in ihrer Danksagung schreibt, bestand der Reiz dieses Buches für die daraus, sich in die Rolle und Gedanken eines ,,Bösewichtes“ hineinzuversetzen. Abgesehen davon, dass ich es unglaublich interessant finde, wenn Bücher aus selteneren Perspektiven wie z.B. Nebencharakteren geschrieben werden, ist es ihr gelungen diese auf den ersten Blick sehr einseitigen Charakter für den Leser zugänglich zu machen. Sie verleiht Adelina Facetten, die es schwer machen sie eindeutig einordnen zu können. Den auch wenn ihre Handlungen vielleicht böse und egoistisch sind, kann man durch den Einblick in ihre Gedanken und ihre Vergangenheit ihr Motive durchaus nachvollziehen. Diese Grundidee ist in ein mitreißendes, düsteres Fantasy-Spektakel verpackt, dass keine Wünsche offen lässt und mit einem sehr unerwarteten Ende überrascht. Auch die Nebencharaktere sind kaum durchschaubar. Freund wird zu Feind, und Verräter zu Vertrauten. Auch wenn der Leser durch die unterschiedlichen Perspektiven einen tieferen Einblick als Adelina erhält, bleiben dennoch viele Gespräche und Gedanken im verborgenen. Nebenher gestaltet Lu eine Welt, die neben der mittelalterlichen Ausrichtung einen ähnlichen Charme wie Venedig aufweist, und so auch von der Umgebung her punkten kann. Dennoch hatte diese durch etwas ausgeprägtere Beschreibungen noch besser zur Geltung kommen können. Einig und allein mit Liebesgeschichte konnte ich nichts anfangen. Sie wirkte auf mich sehr aufgezwungen, so als hätte Lu eine Romanze einbauen müssen, um das Buch vermarkten zu können. Da diese sich eh nur am Rande abspielt, hatte man sie meiner Meinung nach auch ganz entfallen lassen können.

Fazit: Eine Roman voller genutztem Potential, der gerade durch seine von Dunkelheit dominierten Hauptfigur hervorsticht. Die wenigen Makel, die die Handlung vorweist werden durch vielseitige Charaktere und unerwartete Wendung wieder ausgeglichen.

Eure Hannah

Bookworm-Glossar

Egal wie sehr man es auch versucht, als Ahnungsloser ist es quasi unmöglich auf Büchisch zu kommunizieren. Um allen Neueinsteigern und Angehörigen eine Möglichkeit zu geben sich in unserem Universum zurechtzufinden habe ich ein Glossar erstellt, mit welchem es wohl Möglich ist in einer Gruppe von Bücherwürmern nicht aufzufliegen. Aber auch erfahrene Büchersüchtige können hier ihr Wissen erweitern und vertiefen. Viel Spaß beim Stöbern und nachschlagen!

  • ARC / Vorabexemplar Advanced Review/Reading Copy oder auch Advanced Review/Reading Edition (ARE) ist die englische Version eines Rezensionsexemplars, welche Bloggern mit großem Einfluss vor deutschem Erscheinungstermin zugesandt wird, damit diese für das Buch werben.
  • Blog-Connect Ein Blog- Connect ist ein alternativer Dienst, um Blogs zu verfolgen und zu abonnieren.
  • Bloggertreffen Hierbei treffen sich mehrere Blogger und unternehmen etwas gemeinsam. Oft werden diese Treffen auch von Verlagen veranstaltet werden, um den Bloggern ihr neues Verlagsprogramm vorzustellen und für sich zu werben.
  • Blogtour Hierbei schließen sich meist mehrere Blogger zusammen. Jeder schreibt z.B. einen Post zu einem bestimmten Buch . Hierbei bekommt jeder ein bestimmtes Unterthema, über welches berichtet wird. Die Posts werden anschließend miteinander verlinkt und meist an aufeinanderfolgenden Tagen in einer Reihenfolge auf den Blogs veröffentlicht. Am Ende einer solchen Tour steht oft ein Gewinnspiel, bei dem man das jeweilige Buch o.ä. gewinnen kann. Diese Touren sind zum Nutzen der Blogger, da die Links neue Leser auf ihren Blog leiten.
  • Bookstagram So wird die Bücher-Community auf Instagram genannt. Dazu zählen Accounts die wie auf einem normalen Blog ihre neuen Bücher, Monatsrückblicke und aktuellen Lesestoff posten, nur hier werden eben verstärkt Bilder und dafür weniger Text gepostet. Zudem leitet in der Bio der Accounts meist ein Link zu dem Blog des Users. Auch die Instagram Seite leitet neue Leser auf Blogs und wächst vor allem schneller als ein Blog.
  • Book-Hangover Die Zeit nach dem Beenden eines großartigen Buches, welches man es nicht mehr aus dem Kopf bekommt und es einem schwer macht ein Anderes zu beginnen. Es kann aber auch als Bezeichnung für den Morgen nach einer Nacht benutzt werden, in der man viel gelesen hat und dementsprechend müde ist und einem die Augen wehtun.
  • Book-Haul Als Book-Haul bezeichnet man Bilder, Blogposts oder Videos von Büchern, die man sich z.B. im Laufe des letzten Monates gekauft hat. Nach der Vorstellung sind sie auf dem Sub zu finden. Haul kann man als Ausbeute übersetzten.
  • Booklr Booklr sind Tumblr Accounts, die sich rund um Bücher und das Lesen drehen. Oftmals sind dort Sprüche, Zeichnungen oder Zitate zu finden.
  • Buchrücken Das ist die Seite eines Buches an der alle Seiten gebunden sind, auf der unter anderem der Titel steht und somit die Seite eines Buches, die meistens im Regal zu sehen ist.
  • Buchschnitt Dabei handelt es sich um die Seiten eines Buches, die an denen die Seiten nicht zusammengehalten werden.
  • Cover Das Cover bezeichnet ganz einfach nur die Vorderseite eines Buches und deren Gestaltung. Oftmals ist das Cover auch in der Bewertung eines Buches zu finden.
  • Dashboard So wird bei Blogger die Seite genannt, auf welcher abonnierten Blogs und deren neueste Posts angezeigt werden. Sie ähnelt der ,,Home-Seite“ bei Instagram.
  • DNF DNF bedeutet Did not finish. Als DNF bezeichnet man ein Buch, das aus unterschiedlichen Gründen abgebrochen wurde und auch nichtmehr beendet wird.
  • Dystopie Als Dystopie wird ein vergleichsweise neues Genre gennant, welches mit dem herkömmlichen Science Fiction vergleichbar ist. Ein entscheidendes Merkmale einer Dystopie ist die Erzählung eines meist negativen Zukunftsentwurfes. Der Gegensatz zur Dystopie ist die Utopie.
  • E-Book Die digitale Variante eines Buches, die ein immer breiteres Angebot entwickelt. Diese Ausführung lässt sich beispielsweise auf einem eBook-Reader oder einem Computer lesen. Es gibt aber auch Apps für Tablet und Handy, über welche man Bücher im Vergleich zur Print-Ausgabe vergünstigt lesen kann.
  • Fandom Der Begriff stammt von Fan und (King)-dom und bezeichnet eine Gruppe von Fans, die gemeinsame Interessen haben und sich über diese Austauschen. Dieses Interesse kann im Prinzip alles sein, eine Tierrasse, eine Fußballverein oder eben ein Buch oder ein Autor.
  • FBM FBM ist die Abkürzung für die Frankfurter Buchmesse, die jedes Jahr im Okober stattfindet, Sie ist die größte Buchmesse Europas.
  • Gadget Hierbei handelt es sich um ein einzelnes Element eines Blogs, welches z.B. die Anzahl der Leser, ein Menü oder einen Link enthalten kann. Gadgets sind auf einem Blog oft in der Sidebar (siehe „Sidebar“) enthalten.
  • Hardcover Ein anderes Wort für ein gebundenes Buch mit festem Einband und meist mit Buchumschlag, der das Buch schützt und auf welchem das Cover gedruckt ist (Siehe „Cover“).
  • Header Ein Header ist die „Überschrift“ eines gesamten Blogs, wo der Blogname schön gestaltet und meist noch ein kurzer Satz über den Blog enthalten ist. Der Header ist der Aufmacher eines Blogs, und fällt zuerst ins Auge.
  • Klappbroschur Die Art der Buchbindung, bei der sowohl vorne und hinten im Buch eine Klappe zum Auffalten enthalten ist, auf welcher meist eine genauere Inhaltsbeschreibung und Informationen zum Autor zu finden sind. Eine Klapperbroschur ist eine Ergänzung zum gewöhnlichen Taschenbuch. (Siehe „Taschenbuch“)
  • Klappentext Eine kurze Inhaltsangabe zum Buch, die Neugierig machen soll und meist auf der Rückseite eines Buches Gedruckt ist.
  • LBM LBM ist die Abkürzung für die Leipziger Buchmesse, die im März stattfindet.
  • Leseflaute Als Leseflaute wird eine Phase bezeichnet, in der man weder Lust hat neue Bücher anzufangen noch Begonnene zu beenden. Dieser Zustand kann von einer Woche bis zu eine Jahr dauern.
  • Lesenacht Hierbei verabreden sich mehrere begeisterte Leser für einen bestimmten Abend und eine bestimmte Nacht und lesen gemeinsam so lange wie möglich. Manchmal stehen Lesenächte unter einem bestimmten Motto und es gibt einen Organisator. Seltener wird gemeinsam das selbe Buch gelesen. Bei Teilnehmern mit Blog ist es üblich, dass in gewissen Abständen Updates gepostet werden.
  • Leserillen Darunter versteht man die Falten bzw. Rillen die beim weiten Aufschlagen eines Taschenbuches im Buchrücken entstehen und sichtbar bleiben, auch wenn das Buch wieder zugeschlagen wird. Viele empfinden die Rillen als unschön und störend, besonders wenn das Buch im Regal steht. Sie sind zudem ein Kriterium beim gebrauchten kaufen von Büchern und senken deren Wert.
  • Leserunde Bei einer solchen Veranstaltung verabreden sich  Leser zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. in einer bestimmten Zeitspanne um das gleiche Buch zu lesen und tauschen sich währenddessen regelmäßig über Lesefortschritt und Gefallen aus. Das kann privat, von Bloggern, Autoren und Anderen organisiert werden.
  • LovelyBooks Eine bekannte Plattform, auf der sich lesebegeisterte Menschen über Bücher austauschen, an Leserunden teilnehmen, Rezensionen verfassen und Bücher bewerten können.
  • Mängelexemplar Ein Buch welches Mängel aufweist und daher von Buchläden oder Buchversandhändler aussortiert und nicht mehr zum normalen Preis verkauft wird. Inhaltlich ist es  unversehrt, das heißt es dürfen beispielsweise keine Seiten fehlen oder der Inhalt anderweitig verändert sein. Meist sind dem Buch absichtlich Schäden zugefügt worden, um es kostengünstig verkaufen zu können. So werden z.B. Ladenhüter oder eine zu große Anzahl an bestellten Büchern verkauft werden.
  • Neuzugänge Eine andere Bezeichnung  für „neue Bücher“, die oft in Book-Hauls gezeigt werden (Siehe „Book-Haul“).
  • OTP Das ist die Abkürzung für „One true pairing“, was so viel heißt wie ein fiktives Paar, das ein Leser als perfektes Paar sieht. Dabei können die Charaktere nach Wahl zusammengestellt werden und beliebig gewählt werden. Es ähnelt dem Shippen (Siehe „Shippen“), jedoch bezieht sich ein OTP meist auf Personen eines Buches, die bereits zusammen sind.
  • Paperback Ein Buch mit weichem Einband, der meistens durch kleben gebunden ist. Dieser Begriff wird genau wie Softcover oft als englische Pendant zum Taschenbuch verwendet.
  • Prequel Der Zusatzband eines Buches oder einer Reihe, welches erst nach dem Buch selbst erscheint und trotzdem vor dem Einsetzen der Handlung spielt. Oft werden solche Zusatzbände exklusiv in Boxen oder neuen Auflagen verkauft.
  • Protagonist Protagonisten sind die Personen, die in einem Buch handeln und somit die Geschichte beeinflussen und erzählen.
  • Rereaden Rereaden bezeichnet das erneute Lesen eines Buches, weil es einem sehr gut gefallen hat oder man vor dem erscheinen des nächsten Bandes noch einmal die Geschichte verinnerlichen möchte.
  • Rezension/Rezi Dabei handelt es sich um die Meinungsäußerung einer Person, in der auf verschiedene Aspekte eines Buches eingegangen wird und eine subjektive Bewertung stattfindet. Rezensionen sind meist ausführliche Bewertungen und oftmals in unterschiedliche Kategorien eingeteilt.
  • Rezensionsexemplar Darunter versteht man ein Buch, das ein Blogger von einem Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt. Im Gegenzug dafür sollte eine Rezension auf dem eigenen Blog veröffentlicht und auf anderen Social-Media Seiten auf das Buch aufmerksam gemacht werden. Es gibt verschiedene Wege an Rezensionsexemplare heran zu kommen, so z.B. über den Kontakt zum Verlag oder zu den Autoren.
  • Shippen Shippen bedeutet das gewünschte Zusammenkommen von zwei Charakteren, die nach der Meinung eines Leser ein perfektes Paar abgeben würden. Hierbei müssen die Charaktere nicht aus dem selben Buch kommen, und auch nicht die selben Interessen vertreten.
  • Sidebar Die Sitebar findet man an der Seite vieler Blogs. In ihr können komplett unterschiedliche Informationen und Medien zu finden sein. In der Regel besteht die Sidebar aus mehreren Gadgets (siehe „Gadgets“).
  • Spin-Off Dieses Wort bezeichnet ein zusätzliches Buch zu einer Buchreihe (manchmal auch eines einzelnen Buches), welches nicht direkt zur Geschichte gehört sondern mehr einen Zusatz darstellt, in dem es beispielsweise um einen Nebencharakter aus der Haupthandlung geht oder auch allgemein um die Welt der Reihe, in der es aber um andere Protagonisten geht. Zum Teil gibt es auch ganze Spin-Off-Reihen welche dann meist eine eigene Handlung enthalten.
  • SuB SuB ist die Abkürzung für „Stapel ungelesener Bücher“. Damit werden Bücher bezeichnet, die ungelesen im Regal stehen und sie noch darauf warten gelesen zu werden. Die Bücher sind allerdings nicht wirklich aufeinander gestapelt, vielmehr soll der Ausdruck die Menge an ungelesenen Büchern verdeutlichen.
  • TBR Die Abkürzung für „To be read“. Sie bedeutet genau das gleiche wie SuB, nur wird diese Abkürzung hauptsächlich im englischsprachigem Bereich genutzt. Inzwischen hat sie sich aber auch auf einigen deutschen Buchblogs manifestiert.
  • Unhaul Unhaul ist ebenfalls ein Wort, das aus dem Englischen stammt und im Zusammenhang mit Büchern für das Aussortieren von solchen steht. Oft werden diese Bücher dann mit anderen Lesern und Bloggern getauscht, verlost oder verkauft.
  • WTR Abkürzung für „Want to read“. Darunter versteht man eine bestimmte Auswahl von Büchern, die man vorhat innerhalb einer bestimmten oder unbestimmten Zeitspanne  zu lesen. Gegen Ende eines Monates wird oftmals auf Blogs veröffentlicht, ob die WTR Liste abgearbeitet wurde und was nebenbei noch gelesen wurde. Manchmal wird der Begriff aber auch als Wunschliste verstanden.
  • WuLi Abkürzung für Wunschliste. Oftmals gibt es auf Blogs Kategorien in denen aufgeführt ist, welche Bücher noch bei einem Blogger einziehen sollen.

 

Eure Hannah

Solo für Girl online

Autorin: Zoe Sugg

Verlag: cbj-Verlagsolo

Achtung! Die Rezension enthält Spoiler über Band 2 der Reihe!

Klappentext: Nach einer ziemlich schwierigen Zeit auf Tour mit Noah weiß Penny eines sehr genau: Sie will ihre eigenen Wege gehen. Noah ist einfach abgetaucht, und niemand weiß, wo er sich aufhält. Auch Penny nicht. Seit Wochen hat sie nichts von ihm gehört. Für sie wird es Zeit, wieder in ihr normales Leben zurückzufinden. Doch sie igelt sich ein. Da kommt eine Einladung nach London gerade recht: Megan hat dort an einer berühmten Schauspielschule angefangen und stellt Penny ihren Freundinnen vor. Der schüchternen Posey Tipps gegen Lampenfieber zu geben, ist für Penny eine willkommene Ablenkung. Aber ist auch der bezaubernde Callum aus Schottland die richtige Art von Ablenkung? Und hat Penny wirklich mit Noah abgeschlossen, wenn die Erinnerung an ihn sie an jeder Ecke einholt?

Cover: Die pastellenen Farben gepaart mit den aufgedruckte Polaroid-Fotos in knalligen Farben und den liebevollen Details zeigen, dass die Romane sich hauptsächlich an junge Mädchen richtet. Und selbstverständlich darf das Bild der Autorin nicht fehlen, um diese neugierig zu machen. Dennoch gefällt mir das Gesamtbild.

Schreibstil: Der Schreibstil at mich auch in diesem Band positiv überraschen können. Denn trotz der sehr einfachen Wortwahl und den unkomplizierten Satzstrukturen geht der unterschwellige Humor des Buches nicht verloren. Gerade diese grundlegenden Werte des Schreibstils aus dem Englischen ins Deutsche zu transportieren, ist sicherlich eine Aufgabe für sich.

Inhalt: Was mich an den Büchern so gestört hat, war wie oberflächlich Handlung und Charaktere sind. Zudem hat die Geschichte mit vielen Klischees zu kämpfen und war weitestgehend vorhersehbar. Sehr gefallen hat mir hingegen die Entwicklung, die Penny von zweiten zum dritten Band durchlebt. Sie wirkt reifer, steht auf ihren eigenen Beinen und lässt sich endlich weniger von der Meinung anderer leiten. Jetzt, wo Noah untergetaucht und Penny wieder allein ist, war sie mir erneut viel sympathischer, auch wenn mir ihre Naivität weiterhin ein Dorn im Auge war. Was mir genau wie im zweiten Band der Reihe sehr gefehlt hat, waren Pennys Bloggeraktivitäten. Gerade aufgrund dieser hatte ich begonnen die Reihe zu lesen und habe sie auch immer als große Bereicherung der Reihe gesehen. Zwar ist ihr Blog in Band drei nun wieder etwas präsenter, dennoch kommt es nicht an den Maßstab heran, der mit dem Debüt gesetzt wurde. Dennoch ist es nicht so, als könnte ich gar kein gutes Haar an dem Buch lassen. So hat mir zum Beispiel gerade im Bezug auf die junge Leserschaft die Message ,,Es ist in Ordnung Ängste zu haben“ gefallen, die Penny durch ihren Umgang mir ihren Angst-Attacken verkörpert.

Fazit: „Solo für Girl Online“ war insgesamt ein netter, wenn auch nicht überragender dritter Band, bei dem sich zwar besonders Penny gut weiterentwickelt hat, der ansonsten aber leider belanglos war. Gerade die oberflächliche und klischeebeladene Handlung war mir hierbei ein Dorn im Auge. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich insgesamt nicht sonderlich mit den Genre sympathisiere.

Eure Hannah

Dein Leuchten

Dein Leuchten

Autor: Jay Asher

Klappentext: Jedes Jahr zu Weihnachten reist Sierra mit ihren Eltern nach Kalifornien, umdein-leuchten dort auf der Familienplantage Weihnachtsbäume zu verkaufen. Doch diesmal wird Sierras Welt auf den Kopf gestellt. Sierra verliebt sich – das erste Mal, unsterblich und mit aller Macht. In Caleb, den Jungen mit den Grübchen, der Weihnachtsbäume verschenkt und eine dunkle Vergangenheit verbirgt, denn Caleb soll seine Schwester angegriffen haben. In seiner Heimatstadt ist er deshalb ein Außenseiter. Sierras Eltern, ihre Freunde, alle warnen sie davor, sich auf ihn einzulassen. Doch Sierra kann nicht glauben, dass Caleb gefährlich ist, und riskiert alles, um ihre große Liebe zu gewinnen …

Cover: Das Cover spiegelt die Thematik des Buches wider und spricht durchaus die Zielgruppe an, die mit dem Roman erreicht werden soll. Durch bläulichen Farbtöne in verschiedenen Nuancen und den leuchtenden Punkten ist eine sehr harmonische Gestaltung gelungen. Sie verleiht dem Gesamtbild den weihnachtlichen Flair, der sich auch durch die Handlung des Buches zieht.

Schreibstil: Jay Ashers Schreibstil habe ich bereits in ,,Tote Mädchen lügen nicht“ als sehr charakteristisch empfunden. Die selbige Ansätze waren auch in ,,Dein Leuchten“ zu finden. Dennoch hat mich die Gestaltung dieses Romans stilistisch nicht wirklich überzeugen können. Asher versteht es tolle Konversationen und interessante Charaktere zu erschaffen und dem Leser nahe zu bringen, trotzdem fehlte mir hier eine gewisse Würze, um einzelne Gespräche oder Entwicklungen aus ihren Klischees hervorzuholen. Sicherlich hängt dies auch mit dem Genre des Buches zusammen, allerdings sind meine Erwartungen an ein Werk von ihm hierbei nicht erfüllt worden. Abgesehen davon konnte mich erneut in seine bildlichen Beschreibungen verlieren. Es scheint so als stünde der Autor neben seinen Charakteren und würde all das aufschreiben, was um sie herum geschieht und es mit einer Liebe zum Detail wiedergeben, die man förmlich spüren kann.

Handlung: Das Thema erscheint ganz alltäglich und ist darum wunderbar für einen Jugendroman geeignet. Schön finde ich die Message des Buches. Es geht um zweite Chancen, dass „sich selbst verzeihen“ und natürlich um die erste Liebe. Wie Sierra mit der ganzen Situation umgeht hat mich doch immer wieder erstaunt. An manchen Stellen ist sie mir schon fast zu erwachsen und ich hatte auch teilweise das Gefühl, dass mich ihre Emotionen nicht immer richtig erreichen konnten. Auch fand ich den Mittelteil schleppend, es schien als müsste eine gewisse Anzahl an Seiten erreicht werden. Es passierte nicht wirklich etwas und so plätscherte die Story eine Weile vor sich hin. Doch zum Ende hin konnte mich Jay Asher dann wieder einholen und insgesamt bin ich der Meinung, dass es

Fazit: ,,Dein Leuchten“ ist eine schöne, ruhige und romantische Geschichte, die sich besonders zur Weihnachtszeit sehr schön lesen lässt. Dennoch kommt sie nicht an Ashers Jugendbuch-Debüt ,,Tote Mädchen lügen nicht“ heran.

Rezension ,,Tote Mädchen lügen nicht“

Eure Hannah

Infernale

Autorin: Sophie Jordan

Klappentext: Als Davy in einem DNA-Test positiv auf das Mördergen Homicidal Tendency infernaleSyndrome (HTS) getestet wird, bricht ihre heile Welt zusammen. Sie muss die Schule wechseln, ihre Beziehung scheitert, ihre Freunde fürchten sich vor ihr und ihre Eltern meiden sie. Aber sie kann nicht glauben, dass sie imstande sein soll, einen Menschen zu töten. Doch Verrat und Verstoß zwingen Davy zum Äußersten. Wird sie das werden, für das alle Welt sie hält und vor dem sie sich am meisten fürchtet – eine Mörderin?

Cover: Auch wenn das Cover sicherlich nicht das spektakulärste ist, spricht mich die Gestaltung sehr an. Neben den harmonierenden Farben und der leichten Verblendung gefällt mir auch der außergewöhnliche Winkel, in dem Davy gezeigt wird. Im Mittelpunkt des Covers steht unübersehbar das Brandmal, welches sie als Trägerin des Mördergens zeichnet. Der Titel des Buches Fügt sich in das Bild ein und passt sowohl farblich als auch stilistisch.

Schreibstil: Rein technisch betrachtet hebt sich Sophie Jordans Schreibstil nicht von der breiten Masse ab. Was mir allerdings sehr gut gefallen hat, war wie einfühlsam sie dem Leser die emotionale Entwicklung Davys nahebringt. Hierbei gilt es weniger neue Erkenntnisse zu vermitteln, sondern eher Charaktere und lese in eine Völlig veränderte Lebenssituation zu leiten, ohne dass einzelne Phasen durch zuviel oder zuwenig Aufmerksamkeit unrealistisch wirken. Eine solche Entwicklung, die nicht nur Auswirkungen auf die Sichtweise der Charaktere, sondern auch auf das Leseerlebnis an sich hat, bemerke ich leider viel zu selten. Somit war meine Meinung gegenüber des Schreibstils gegen Ende des deutlich positiver als zu Anfang.

Von klein auf hörte ich Wörter wie begabt. Überdurchschnittlich. Begnadet. Ich hatte all diese Wünsche, wollte etwas werden. Jemand. Niemand sagte: Das geht nicht. Niemand sagte: Mörderin. 

Handlung: Wer viele Jugendbücher liest, kommt wohl kaum an dem so bekannten Helden-Schema vorbei. Die Idee hinter Infernale ist es, genau diese umzudrehen. Dadurch bleibt die Handlung weitestgehend unvorhersehbar, und auch die Gedankengänge der Charaktere sind weniger ,,plattgetreten“. Die Autorin spielt während der Handlung immer wieder mit der Frage, wie sehr die eigenen Handlungen und Gefühle von der DNA bestimmt sind. Kann uns eine einzelnes Gen tatsächlich zum Mörder werden lassen? Ist es einfach nur eine Entschuldigung, um Gewalt auszuüben und sich an keine Regeln mehr halten zu müssen? Oder wird durch das Ausstoßen der HTS-Träger nicht die Gewaltbereitschaft gefördert? Das sind Fragen, die ununterbrochen mitschwingen und einen als Leser zum Nachdenken bringen. Besonders gut hat mir die beunruhigende Grundstimmung in dieser Dystopie gefallen. Obwohl sie ohne nennenswerte Actionszenen auskommt, schafft die Autorin die gesellschaftliche Entwicklung so zu transportieren, dass man sie beim Lesen förmlich spüren kann. Denn die Akzeptanz gegenüber HTS-Trägern wird immer geringer, sie werden immer weiter aus der Gesellschaft gedrängt und kämpfen dagegen an, was sie erst recht zu Mördern macht.

Fazit: Ein gelungener Auftakt, der mit einer vielversprechenden Grundidee, tollen Denkanstößen und einfühlsamer Erzählweise punkten kann.

Eure Hannah